Umschuldung Baufinanzierung während Zinsbindung

Fremdkapitalumschuldung der Baufinanzierung während der Festzinsperiode

Abschließende Bemerkungen zur Umschuldung der Baufinanzierung während der Festzinsperiode . Wer der Bank durch die Beachtung der obigen Ratschläge den Anschein eines zuverlässigen Vertragspartners vermittelt, sollte auch bei der Umschuldung von Baufinanzierungen während der Festzinsperiode funktionieren. Die Umschuldung nach Ablauf der Festzinsperiode bringt für Sie auch finanzielle Nachteile mit sich. Auf den vereinbarten Kreditvertrag haben die Zinsschwankungen des internationalen Finanzmarktes während dieser Festzinsperiode keinerlei Einfluss. Die Chancen und Risiken von Festzinsen zeigen wir Ihnen auf.  

Endpunkt der Kreditzinsverpflichtung

Die wenigsten Kreditnehmer wissen, dass, wenn Ihr Baudarlehen am Ende des Kreditzinses ausläuft und Ihnen das Übernahmeangebot Ihrer Hausbank nicht gefällt, Sie Ihren Darlehensgeber leicht ändern können. So verraten sie häufig viel zu viel Bargeld, denn diese Offerten berechnen auch die Trägheit der Kundinnen und Verbraucher - und das teilweise bis zu 0,50 Prozentpunkten p.a. und mehr über die günstigsten Offerten auf dem Jahrmarkt.

Kreditanstalten beunruhigen änderungswillige Kundinnen und -kunden teilweise mit dem Vorwand, dass bei einem Bankwechsel mit hohen Gebühren verbunden sind. Diese sind in der Regel weit unter dem, was Sie speichern können. Um unnötigen Termindruck zu vermeiden, sollten Sie uns die vollständigen Finanzierungsdokumente möglichst frühzeitig, d.h. 24 bis zwölf Monaten, spätestens jedoch sechs Monaten vor dem Auslaufen einer vorhandenen Sollzinsverpflichtung, vorlegen.

Damit Sie den Handel in aller Stille verfolgen können.

Hypothekenlexikon

Im Rahmen der Baufinanzierung wird der Zeitpunkt, in dem der Darlehensnehmer für sein Immobilienkredit einen vorgegebenen Zins zahlt, gleichgültig, wie sich der Marktzinssatz in diesem Zeitpunkt ändert, als Zinsbindung, auch Debitzinsbindung genannt, bezeichnet. Dadurch gewinnt der Konsument trotz großer Kreditmengen und längerer Laufzeiten eine gewissermaßen planerischer Sicherheit. Nach Ablauf der Festzinsperiode wird der ausstehende Darlehensbetrag in der Folgefinanzierung entweder als Verlängerung oder als Umschuldung zurückgezahlt.

Die Darlehenszinsen, sei es für Bau- oder Konsumkredite, sind einem stetigen externen Einfluß ausgesetzt, zum Beispiel aus der Konjunktur oder dem Konkurrenzkampf zwischen den Kreditinstituten. Sollte die Hausbank daher den Zinssatz ständig an das jeweilige Markniveau angleichen, hätte der Darlehensnehmer nur unzureichende Planbarkeit, da das in Kombination mit der Monatsrate anfallende Zinssatzniveau auch den Rückzahlungssatz eines Kredits festlegt.

Einige Hypothekendarlehen werden mit einer Laufzeit von mehr als vierzig Jahren zurückgezahlt. Damit der Darlehensnehmer über die Laufzeit seines Kredits eine bestimmte Sicherung erhält, wird bei der Kreditaufnahme eines Immobiliendarlehens festgelegt, für welchen Zeitabschnitt der Darlehensnehmer einen festen Kreditzins zahlt. Abhängig von der Hausbank und den Wünschen des Schuldners kann die Zinsbindungsfrist daher zwischen einem und dreißig Jahren festgelegt werden.

Der Festzinssatz hat seinerseits Einfluss auf das Zinssatzniveau, das der Konsument für seine Hypothek zahlen muss. Die Ursache für das gestiegene Zinsniveau bei langer Festzinsperiode ist unter anderem mit der Umfinanzierung der Kreditinstitute verbunden und lässt sich ganz unkompliziert mit dem folgenden Beispiel erklären: Legt ein Bankkunde einen gewissen Betrag ein, z.B. auf sein Termingeldkonto, und stimmt mit der Hausbank eine Anlageperiode von zwanzig Jahren ab, kann die Hausbank das Geldbeträge für diesen Zeitabschnitt veräußern und an einen anderen Bankkunden ausleihen, z.B. als Baudarlehen mit einer zwanzigjährigen Zinsbindungsfrist.

Aus dem langfristig angelegten Festgeld des Spareinlegers bezahlt die BayernLB den Baufinanzierungskredit mit einem festen Zinssatz von zwanzig Jahren im wahrsten Sinn des Wortes. Weil die Langfristzinsen von Festgeldern im Vergleich zu einer kurzfristigen Anlage wesentlich höher verzinst werden, muss der Baufinanzierkunde auch für seine lange Zinsbindungsdauer einen höheren Zinssatz zahlen. So könnte man sich einfach ausgedrückt denken, dass der Darlehensnehmer das Sparergeld für einen längeren Zeitabschnitt ausleihen kann.

Für diese und die damit einhergehende größere Planbarkeit muss der Schuldner der Hausbank (indirekt dem Sparer) entsprechend erhöhte Zinssätze zahlen. Für den Schuldner ist neben einer erhöhten Planbarkeit in der Kreditrückzahlungsphase vor allem in Tiefzinsphasen eine lange Festzinsperiode vorteilhaft: Sind die Zinssätze für die Wohnungsbaufinanzierung auf einem tiefen Zinsniveau, kann davon ausgegangen werden, dass diese langfristig ansteigen werden - aus diesem Grunde ist es für den Schuldner in diesem Falle ratsam, die vorteilhaften Bedingungen so lange wie möglich zu erhalten.

Im Gegenzug bedeutet eine kurzfristige Festschreibungszeit, dass die zu zahlenden Darlehenszinsen geringer sind, was die monatlichen Gebühren für den gleichen Rückzahlungsbetrag reduziert. Allerdings gibt es hier keine große Plansicherheit für den Darlehensnehmer, da das Zinsanpassungsdatum rascher überschritten wird. Sind die Zinssätze für die Immobilienfinanzierung derzeit jedoch vergleichsweise hoch und werden die Zinssätze in naher Zukunft voraussichtlich sinken, ist es auch empfehlenswert, sie kurz zu fixieren.

Nachdem 10 Jahre seit der vollständigen Ausschüttung des Kredits verstrichen sind, können Konsumenten ihre Hypothek mit einer Kündigungsfrist von 6 Wochen ohne Vorauszahlung umplanen. Dabei ist es unerheblich, wie lange die zunächst vereinbarte Festzinsperiode dauert.